Rettungsschwimmen, das heisst Teamsport und Action. Hier ist schnelles Schwimmen genauso gefragt wie eine hervorragende Technik.

2013 findet die Schweizermeisterschaft in Luzern statt - als eine der Hauptattraktionen im Jubiläumsjahr der SLRG Luzern. Am 24./25. August 2013 messen sich die Schweizer Sektionen, ca. 1'000 Teilnehmende, in den diversen Disziplinen des Rettungsschwimmens. Durch fairen, sportlichen Wettkampf trainieren die Rettungsschwimmer die Techniken und Leistungsfähigkeit und halten den Rettungsgedanken aufrecht. Es geht nicht einzig um den Sieg. Neben Zehntelsekunden steht der Austausch unter Experten genauso im Zentrum, und auch lehrreiche und unterhaltsame Anekdoten dürfen nicht fehlen.

Neben dem regulären Wettbewerbsbetrieb bleibt viel Raum für Festaktivitäten und den Dialog rund ums Thema Wassersicherheit - auch mit der breiten Öffentlichkeit.

Die SLRG Luzern freut sich besonders, Kompetenz und Engagement bei der Organisation und Durchführung unter Beweis stellen zu dürfen. Wir stellen die gesamte Infrastruktur bereit und sorgen für optimale Rahmenbedingungen. Zahllose Helferinnen und Helfer werden dabei im Einsatz sein und - wie bereits 1972 und 1988 - zu einer gelungenen Meisterschaft beitragen.

Mehr Informationen findet ihr hier.

Schon von Weitem war am Wochenende vom 22. und 23. Juni 2013 der Wettkampf-Trubel aus dem Waldschwimmbad Zimmeregg zu hören. Grund dafür war die Jugend-Schweizermeisterschaft im Rettungsschwimmen, die die SLRG Luzern als eine von vielen Aktivitäten im Jubiläumsjahr durchführen durfte. Dies unter Berücksichtigung der Ethik-Charta von Swiss Olympic COOL & CLEAN for the Spirit of Sport (Fairness und Respekt, Sport rauchfrei, u.w. – vgl. www.coolandclean.ch).

Über 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 50 Sektionen kamen aus der ganzen Schweiz angereist. In Teams zu 4 bis 6 Personen schwammen, zielten, kämpften sie in den Disziplinen Puppenschwimmen, Rettungsbrett, Hindernisschwimmen, Gurtretterstaffel und Rettungsballwerfen. Die Disziplinen entsprechen dem Standard, der jeder brevetierte Rettungsschwimmer beherrscht – um damit notfalls Leben zu retten. Dieses Wochenende aber standen nicht die Notsituation, sondern vielmehr der Spass am gemeinsamen Hobby Wassersport und der Wettbewerbsgeist im Vordergrund. „Ein bisschen wie Schullager übers Wochenende", sagt eine Teilnehmerin, und strahlt dabei übers ganze Gesicht.

Einzig das Wetter spielte am Sonntagnachmittag nicht nach Plan: Der Plauschwettbewerb musste wegen Schlechtwetterprognosen abgesagt werden. Bei der Rangverkündigung im Zelt auf dem Festgelände Ruopigen sassen dann aber wieder alle im Trockenen – und die erfolgreichsten unter ihnen durften ihre Medaillen entgegennehmen:

Kategorie 1 (Knaben bis 15 Jahre):

  1. Innerschwyz 1 (4829 Punkte)
  2. Bern 1 (4771 Punkte)
  3. Chur (4699 Punkte)

12. Rapperswil-Jona (4300 Punkte), Total 47 Mannschaften am Start

Kategorie 2 (Mädchen bis 15 Jahre)

  1. Bern 1 (4485 Punkte)
  2. Chur 1 (4407 Punkte)
  3. Wil 1 (4300 Punkte)

17. Rapperswil-Jona (3818 Punkte), Total 47 Mannschaften am Start

Kategorie 3 (Mixed bis 13 Jahre)

  1. Chur (5069 Punkte)
  2. Baldeggersee (4798 Punkte)
  3. Ermatingen (4761 Punkte)

23. Rapperswil-Jona 1 (4157 Punkte)
27. Rapperswil-Jona 2 (3957 Punkte)
37. Rapperswil-Jona 3 (3509 Punkte), Total 42 Mannschaften am Start

 

Könnt ihr euch noch an die Linthschwimmen im Verein erinnern?

Genau das machen wir wieder...

Einfach so zum Plausch oder als Spezialtraining. Ihr könnt euch per Doodle anmelden oder Roman ein Mail senden.

Folgende Daten habe ich mal vorgesehen:

  • Mittwoch - 03.07.2013
  • Donnerstag - 11.07.2013 ==> Treffpunkt 19:00 beim Schulhaus Hanfländer
  • Mittwoch - 17.07.2013
  • Donnerstag - 25.07.2013 ==> Treffpunkt 19:00 beim Schulhaus Hanfländer
  • Mittwoch - 31.07.2013

Habe extra Mittwoch oder Donnerstag genommen, damit ich das Wettkampftraining und das Sommer-Dienstags-Training nicht konkurrenziere...

Abfahrt in Rapperswil wird ca. 19:00 Uhr sein.

Am Vorabend wird entschieden ob wir es machen oder nicht. Sobald es geklappt hat, sind die weiteren Daten hinfällig.

Gebt mir bitte ein Mail, wenn ihr mit dem Auto kommen könnt. So kann ich grob organisieren wer mit wem fährt.
Bei Fragen einfach melden.

Doodle-Umfrage

Gruss und hoffentlich bis bald in einem grösseren Grüppchen in der Linth

Roman

Neueste Informationen der Organisation am 29.05.2013, 18:00 Uhr:

Wie versprochen möchten wir euch über unsere Entscheidung betreffend der Schwimmstrecke des BMC IRONMAN 70.3 Switzerland informieren: Das Schwimmen wird abgesagt. Stattdessen werden wir einen Duathlon über ca. 4.5 Kilometer Laufen, 90.1 Kilometer Radfahren und 21.1 Kilometer Laufen austragen.

Ja, auch wir sind enttäuscht. Wir sind selbst Triathleten und leben und lieben diesen Sport. Als Organisatoren ist es aber unsere Aufgabe, an das Wohl und die Gesundheit aller Athleten von 18 bis 76 Jahren zu denken.

Wir freuen uns sehr, euch am kommenden Sonntag am Start zu haben und danken dir für euer Verständnis.


Das schlechte Wetter macht dem Triathlon in Rapperswil einen Strich durch die Rechnung. Die Organisatoren überlegen, die Schwimmstrecke zu streichen. Doch die Athleten laufen Sturm.

2300 Triathleten aus der ganzen Welt verfolgen derzeit gespannt die Wassertemperatur im Obersee beim Rapperswiler Lido. Elf Grad betrug sie am Wochenende, inzwischen ist sie auf wenig über zwölf Grad gestiegen – immer noch zu wenig, um die 1,9 Kilometer des Ironman 70.3 Switzerland 2013 für alle Athleten sicher durchzuführen, sagt Rennleiter Nico Aeschimann. Obwohl der Triathlon nur über die halbe Ironman-Distanz geht (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Velofahren, 21 Kilometer Laufen). Auch den härtesten Ironmen und -women drohen bei kalten Wasser- und Lufttemperaturen Atemnot und erhöhtes Krampfrisiko.

Kommt dazu: Die Wetterprognose für das Wochenende ist miserabel. Die Organisatoren überlegen sich deshalb, das Schwimmen dieses Jahr mit einer zweiten Laufstrecke zu ersetzen oder auf 1000 oder 1500 Meter zu kürzen. Doch diese Pläne empören Teilnehmer auf der ganzen Welt.

«Weichwurst oder Ironman?»

Ein deutscher Athlet aus Troisdorf bei Bonn macht seinem Ärger mit markigen Worten Luft: «Ich reise echt nicht 650 Kilometer an für Leute, die nicht im kühlen Wasser schwimmen wollen. Weichwurst oder Ironman?», kommentiert er auf der Facebook-Seite der Veranstalter. Ein Teilnehmer aus Barcelona fordert gar sein Geld zurück: «Eine Rückerstattung sollte in Betracht gezogen werden. Ich fliege von Barcelona (mit allen logistischen Strapazen, die das mit sich bringt).»

Athleten vor Ort geben Tipps: «War an Pfingsten 30 Minuten mit Neopren im Obersee, knapp 14 Grad, klamme Finger, zitter, zitter. Am Montag zwei Minuten ohne Neo, geht eigentlich fast besser!» Und sie geben an: «Training im Zürichsee heute Morgen, das Wasser war zwölf Grad warm... kalt, aber erträglich... bin zuversichtlich für Sonntag», so eine Teilnehmerin.

Vereinzelt gibt es aber auch mässigende Stimmen: «Es geht hier auch um die Sicherheit der Athleten... bitte nicht vergessen ...», schreibt einer. Der deutsche Athlet fordert deshalb: «Abstimmung aller Athleten vor Ort, Tri- oder Duathlon. Ganz einfach.» «Bitte mit Schwimmen!!! Starten ist halt auf eigenes Risiko...», fordert eine andere Teilnehmerin.

«Schwimmer fürchten um ihre Chance»

Mögen die Kommentare noch so egoistisch und borniert anmuten – Rennleiter Aeschimann hat Verständnis für die emotionsgeladene Diskussion. «Sie ist auch ein gutes Zeichen. Die Teilnehmer brennen darauf, in Rapperswil zu starten.» Viele Teilnehmer hätten monatelang darauf trainiert. «Wer ein guter Schwimmer ist und beim Velofahren und Rennen weniger gut, fühlt sich nun um seine Chance gebracht.»

«Wir wollen unseren Teilnehmern die Originalstrecke anbieten», sagt der Rennleiter. «Aber nur, wenn die Sicherheit aller Athleten gewährleistet ist.» Auch wenn viele Schwimmer zwölf Grad Wassertemperatur im Neoprenanzug für ein paar Minuten als erträglich einstuften: «Die meisten Athleten sind Amateure, die auch die halbe Strecke nicht in zehn Minuten schwimmen.» Für die 1,9 Kilometer brauchte die Schweizer Olympiasiegerin Nicola Spirig im vergangenen Jahr knapp 25 Minuten, der deutsche Triathlonstar Michael Raelert 22,5. «Ich will mir gar nicht vorstellen, was passieren könnte», sagt Aeschimann. Er beobachtet den Einfluss des Wetters auf die Luft- und Wassertemperatur deshalb genau. Als Grundlage für den Entscheid dienen die offiziellen Richtlinien des Welttriathlonverbandes. Aeschimann will spätestens am Donnerstagmorgen entscheiden.

Nur ein «Aluminium-Man»?

Egal wie und ob das Schwimmen durchgeführt wird: Für die 30 Teilnehmer auf den Weltmeisterschaftsplätzen gibts am Rapperswiler Ironman 70.3 das gleiche Preisgeld und die gleiche Anzahl WM-Punkte zu gewinnen. Mit seinen gesamthaft 70,3 Meilen geniesst es als einziges Rennen neben dem Ironman das offizielle Ironman-Siegel. Auch wenn es nur über die Hälfte der Strecke führt und nun, möglicherweise um weitere 1,9 Kilometer Schwimmstrecke gekürzt, in den Kommentaren scherzhaft «Aluminium-Man» genannt wird.

Quelle: Tages-Anzeiger vom 28.05.2013

Stellungnahme Ironman 70.3 vom 28.05.2013 23:00 Uhr:

Liebe Athletinnen und Athleten

Seit letzter Woche überwachen wir die tägliche Temperaturentwicklung im Bereich der Schwimmstrecke. Die Oberflächen Temperatur des Obersees schwankt auf Grund der unsichere Wetterlage stark und macht eine Prognose schwierig.

Gemäss Reglement von Swiss Triathlon muss das Schwimmen abgesagt werden, wenn die Wassertemperatur unter 13 Grad und die Luft unter 12 Grad ist.

Wie ihr Athleten wollen auch wir vom OK-Team einen Triathlon erleben: Schwimmen, Rad fahren, laufen. Deshalb wollen wir den Einfluss der letzten beiden warmen Tagen auf die Seetemperatur morgen (=Mittwoch) abzuwarten, bevor wir uns definitiv entscheiden.

Für uns ist es zentral, dass ihr wisst, was euch am Wochenende erwartet und ihr euch optimal auf das Rennen vorbereiten könnt. Deshalb werden wir euch im Verlauf des Mittwoch persönlich darüber informieren, ob das Schwimmen stattfindet.

So oder so, wir freuen uns euch am Sonntag am Start zu haben und wünschen euch ein eine gutes Rennen – see you at the finish line!

Das Umfeld der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, die dieses Jahr ihr 80-jähriges Bestehen feiert, hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden, haben die Delegierten der SLRG anlässlich ihrer nationalen Versammlung vom 27. April in Chézard-St-Martin (NE) ihre neue Organisationsstruktur beschlossen.

Das Umfeld der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG und die Anforderungen an die ehrenamtlich tätige Organisation haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Zwei Drittel der Kursteilnehmer besuchen die Ausbildung im Rettungsschwimmen heute primär aus beruflichen Gründen. Die Ansprüche sowohl von externen Partnern und Kunden als auch von intern sind gestiegen. Und die «good governance»-Richtlinien der ZEWO verlangen die konsequente Trennung von strategischen und operativen Aufgaben.

Vor diesem Hintergrund hat die SLRG seit 2011 die neue Organisationsstruktur vorbereitet und aufgegleist. An der nationalen Versammlung vom 27. April 2013 in Val-de-Ruz (NE) und damit im Jahr des 80-jährigen Bestehens der SLRG haben die Delegierten die neue Struktur mit grosser Mehrheit genehmigt. Sie tritt per Delegiertenversammlung im April 2014 in Kraft. Das Jahr 2013 dient dem Übergang.

Daniel Biedermann, Zentralpräsident der SLRG, ist zufrieden: «Die neue Organisation stärkt die SLRG auf mehreren Ebenen: Die Sektionen und Regionen stellen künftig die Mehrheit im verkleinerten Zentralvorstand. Dieser legt die Stossrichtung der SLRG fest. Die Geschäftsstelle wird aufgewertet. Damit sie die operativ erforderlichen Leistungen kompetent und rasch erbringen kann, wird sie etwas verstärkt.»

Auch Reto Abächerli, der als Geschäftsführer ab dem 1. Mai die Leitung der Geschäftsstelle in Sursee übernimmt, ist überzeugt: «In Zukunft können wir dank klar definierten Prozessen und Zuständigkeiten die ehrenamtlich tätigen Sektionen besser unterstützen und schneller auf Anliegen von Partnern eingehen.» Stephan Böhlen, Leiter des Projektes neue Organisationsstruktur und Mitglied des Zentralvorstands, ergänzt: «So werden die Sektionen mehr Zeit haben für ihre eigentliche Aufgabe. Nämlich mittels Kursen, Badewache und Training Ertrinken zu verhindern. Und auch für das Vereinsleben.»

Die neue Struktur ist nun bereits die zweite Reform der SLRG in wenigen Jahren. Just per diese Delegiertenversammlung hat die grösste Wasserrettungsorganisation der Schweiz die Umsetzung ihrer neuen Ausbildungsstrukturen erfolgreich abgeschlossen. Die ersten Rettungsschwimmkurse nach neuem, modulartig aufgebautem System starteten im Jahr 2011. Bereits im darauffolgenden Jahr verzeichnete die SLRG steigende Kurszahlen: Im Jahr 2012 besuchten 6486 Personen die Pool-Kurse. 2986 Personen liessen sich in den See- und Flussmodulen aus- und weiterbilden.

Der folgende Beitrag ist zwar auf Englisch, der Film zeigt jedoch eindrücklich um was es bei dieser amerikanischen Organisation geht:

Founded in 1966 by Dr. Harvey Barnett, the Infant Swimming Resource Self-Rescue (ISR) is the global leader in the industry it pioneered: survival swimming lessons for infants and young children. The team of nearly 450 highly trained ISR Instructors provides the safest and most effective survival swimming lessons available. The ISR Self-Rescue™ instruction our students receive today is the product of over 45 years of research and achieves unparalleled results.

Today, the mission, "Not One More Child Drowns", is the foundation of everything ISR does and is the driving force behind ISR's employees, the independent ISR Instructors, and the major corporate partnerships. ISR believes the successful prevention of the leading cause of accidental death for children under the age of 4 in the U.S. will require a large group of caring and capable professionals whose sole focus is to save lives. To date, ISR has delivered more than 7,750,000 ISR Self-Rescue™ lessons and saved more than 800 lives.

ISR believes pool fences, supervision, and pool alarms are important parts of a necessary multi-layered approach to drowning prevention. However, traditional lines of defense break down, and the over 4,000 drowning deaths per year bear a grim testament to the fact that traditional approaches are missing a key component: the child. ISR's core conviction is that the child is the most important part of a drowning prevention strategy and our over 260,000 ISR graduates and 800 documented survival stories are proof that children can save themselves. Children are curious, capable, and have an uncanny ability to overcome obstacles like pool fences; at ISR we take that ability and teach them skills to potentially save themselves if they find themselves in the water alone.

Link: Infant Swimming Resource Self-Rescue (ISR)

Endlich! Das Wochenende kündigt sich frühlingshaft an. Ganze Heerscharen werden wohl ins Freie pilgern, um die Wärme zu geniessen. Gerade die vielfältigen Uferzonen im Wasserschloss Schweiz laden Gross und Klein zum Sonntagsspaziergang. Aber aufgepasst: Kinder lieben das Wasser und fühlen sich davon magisch angezogen. Solange sie nicht schwimmen können, müssen sie in dessen Nähe besonders aufmerksam und unbedingt in Griffnähe beaufsichtigt werden. Um dieser wichtigen Präventionsbotschaft noch mehr Ausdruck zu verleihen, hat die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG die erste Baderegel neu gestaltet.

Die Baderegel lautet neu: «Kinder nur begleitet ans Wasser lassen - kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen!» Das Bild zeigt ein Kind am Wasser an der Hand einer erwachsenen Person. Die Baderegel verdeutlicht damit, dass es nicht reicht, Kinder (auf Distanz) im Auge zu behalten, um sie vor einem Unfall im Wasser zu schützen. In Notfällen ist es entscheidend, dass man ein Kind «in Griffnähe» - am besten eben an der Hand - hat. Umso mehr als Kinder, die im Wasser in Not geraten, meistens keinen Ton von sich geben. Sie schreien nicht, strampeln nicht. Sie ertrinken lautlos.

Wasser ist schön, lebendig und fröhlich – aber eben auch unerbittlich. Kinder müssen in seiner Nähe deshalb ebenso streng beaufsichtigt werden, wie an einer vielbefahrenen Strasse. Entwischen sie kurz den aufmerksamen Blicken ihrer Begleitpersonen, so können Weiher, Seen, Bäche, Schwimmbecken und Biotope schnell lebensgefährlich werden. Die traurige Bilanz: Ertrinken ist die zweithäufigste Unfall-Todesursache bei Kindern in der Schweiz. Ebenso tragisch – und noch häufiger – sind Beinahe- Ertrinkungsfälle, bei denen Kinder zwar gerettet werden konnten, die aber oft schwere geistige und körperliche Behinderungen zur Folge haben.

Weitere Baderegeln im Download-Bereich.

Herzmassage, Mund-zu-Nase-Beatmung oder das ABC? Für viele Schweizer sind das Fremdwörter. Im Ernstfall könnte nicht einmal jeder Zehnte eine Herz-Lungen-Wiederbelebung korrekt durchführen.

Vier von fünf Menschen in der Schweiz wissen nicht, was an einem Unfallort mit Verletzten zu tun ist. Gar über 90 Prozent der Schweizer können keine korrekte Herz-Lungen-Wiederbelebung korrekt ausführen. Der Schweizerische Samariterbund (SSB) findet diese Situation «bedenklich».

Eine Umfrage des Touring Clubs Schweiz (TCS) und des SSB in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern stellte grosse Wissenslücken bei der Ersten Hilfe fest, wie beide Organisationen am Dienstag mitteilten. Die Schweizer Bevölkerung belegt mit ihren Kenntnissen über Erste Hilfe den 7. von 14 Rängen.

Befragte haben sich überschätzt

Europaweit glauben die befragten Personen gemäss der Studie mehrheitlich, die bei einem Unfall erforderlichen Erste-Hilfe-Massnahmen zu kennen. Die Resultate der Umfrage beweisen jedoch das Gegenteil - auch in der Schweiz.

Knapp fünfzig Prozent der Befragten denken, korrekt Erste Hilfe leisten zu können. In Wirklichkeit weiss jedoch nur jeder Fünfte, was an einem Unfallort mit Verletzten zu tun ist. Selbst wenn diese Zahlen leicht über dem europäischen Mittelwert liegen, seien sie beunruhigend, schreiben TCS und SSB.

Am Unfallort überfordert

Die Studie zeigt zudem, dass über 80 Prozent der Schweizer die Telefonnummer 112 des Euronotrufs nicht kennen. Weiter sind fast zwei Drittel der Leute nicht in der Lage, die Lebenszeichen einer verletzten Person zu überprüfen.

Noch beunruhigender ist laut SSB, dass die grosse Mehrheit der Menschen in der Schweiz nicht weiss, wie man einem stark blutenden Verletzten hilft. Auch die stabile Seitenlage, in die ein Unfallopfer gebracht werden sollte, ist für fast 60 Prozent kein brauchbarer Begriff. «Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen unsere Beobachtungen im Alltag», schreiben die Samariter.

Europaweites Problem

Die europäischen Länder kommen bei der Umfrage insgesamt nicht gut weg. Die befragten Personen kennen zum Grossteil nicht einmal die einfachsten Grundlagen der Ersten Hilfe. Trotzdem glaubt die Mehrheit der Europäer zu wissen, welche Hilfeleistungen im Notfall anzuwenden sind.

Die Umfrage wurde 2012 in 14 europäischen Staaten durchgeführt. In jedem Land wurden 200 Automobilistinnen und Automobilisten in drei Altersstufen befragt. Die Umfrage bestand aus zehn Fragen, zwei davon beinhalteten praktische Übungen. Wer in der Schweiz Auto fahren lernt, muss einen Nothilfekurs absolvieren.

Quelle: 20 Minuten Online vom 19.03.2013