Ertrinkungsstatistik 2014

Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft SLRG zählt 27 Ertrinkungsopfer im Jahre 2014. Die Zahl der Todesfälle liegt fast um die Hälfte tiefer als im Vorjahr - auffällig ist der hohe Anteil der männlichen Opfer in offenen Gewässern.

Gemäss der Ertrinkungsstatistik der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG sind in der Schweiz im Jahr 2014 total 27 Personen ertrunken. Das sind 25 Todesfälle weniger als im Vorjahr. Dieser Wert entspricht etwas weniger als der Hälfte des Vorjahres mit 52 Opfern. Auch im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre mit jährlich 46 Todesfällen stellt das Jahr 2014 einen signifikanten Rückgang dar. Die SLRG führt dies vor allem auf das schlechte Sommerwetter zurück. Die vielen Niederschläge und tiefe Temperaturen waren alles andere als einladend zum Baden.

Auffällig: 96% der Opfer ertrinken in offenen Gewässern, davon sind 80% männlich

Unter den 27 Ertrinkungsopfern sind 22 Männer, zwei Frauen und drei Kînder. Die Männer bilden mit 80% die grösste Gruppe unter den Opfern. 13 Personen starben in Flüssen, 13 in Seen und eine in einer Badeanlage, womit die offenen Gewässer mit 96% zum Haupfunfallplatz avancieren. Am meisten Ertrinkungsfälle ereigneten sich in den Kantonen Bern (4) und Zug (4) gefolgt vom Kanton Waadt (3). Dahinter liegen die Kantona Wallis, Tessin, Glarus, Genf und Fribourg mit je zwei Ertrinkungsopfern. Mit je einem Opfer reihen sich Zürich, Aargau, Basel-Stadt Luzern, Thurgau und Uri am Ende der Ertrinkungsstatistik ein. Aus den restlichen Kantonen wurden der SLRG keine Ertrinkungsfälle gemeldet.

Rezept der SLRG: Verbreitung der Baderegeln und Ausbildung von Rettungsschwimmern

Die SLRG arbeitet kontinuierlich daran, durch die Ausbildung von Rettungsschwimmern sowie die Präventionstätigkeit Ertrinkungsunfälle zu verhindern. Zwei Beispiele des vergangenen Jahres sind die Flusskampagne "Aare you safe" in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsdirektion der Stadt Bern und die nationale Kampagne "Keine Haie in Schweizer Flüssen" zusammen mit den Deutschschweizer Polizeikorps. Ein weiteres wichtiges Mittel der SLRG bildet auch weiterhin die Verbreitung der Bade- und Flussregeln in der Öffentlichkeit.

Schutz bietet nur das Einhalten der Baderegeln

Wer sich ins Wasser begibt, muss sich stets dem damit verbundenen Risiko bewusst sein. Dieses Risiko lässt sich jedoch mit dem Einhalten der Bade- und Flussregeln massiv reduzieren. Die sechs goldenen Baderegeln sind die Essenz aus über 85 Jahren Erfahrung im Rettungsschwimmen und wurden immer an die neuesten Erkenntnisse angepasst. Wer sich an die Baderegeln der SLRG hält, kann den Aufenthalt am Wasser geniessen.