Ertrinkungsstatistik 2013

Im Jahr 2013 ertranken in der Schweiz 52 Menschen

Gemäss der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG sind in der Schweiz im Jahr 2013 total 52 Personen, davon 39 Männer, 7 Frauen und 6 Kinder ertrunken. Das sind 8 Todesfälle mehr als im Vorjahr und die Gesamtzahl liegt über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Der Sommer 2013 hatte zwar auf sich warten lassen, lockte dann aber mit intensiven Hitzetagen und einem langen und sonnigen Herbst viele Menschen in und an Seen und Flüsse. Die SLRG erinnert daran, dass Wasser trotz seiner Schönheit gefährlich sein kann, und engagiert sich kontinuierlich für die Prävention von Ertrinkungsfällen.

Im Jahr 2013 sind insgesamt 52 Personen in der Schweiz ertrunken. Das sind 8 Personen mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als der Durchschnitt von 46 über die letzten 10 Jahre. 24 Personen starben in Flüssen, 20 in Seen, 4 beim Tauchen und 4 in Hallenbädern.

Am meisten Ertrinkungsfälle ereigneten sich im Kanton Luzern (7) gefolgt von den Kantonen Waadt und Bern (je 6), Genf (5) und Zürich (4). Drei Personen ertranken im Kanton Wallis. Je zwei Ertrinkungsfälle ereigneten sich in den Kantonen Aargau, Fribourg, Graubünden, Neuenburg, Thurgau, Tessin und Uri. Und je eine Person ertrank in Baselstadt, Glarus, Nidwalden, St. Gallen, Solothurn, Schwyz und Zug. Aus den restlichen Kantonen sind der SLRG keine Ertrinkungsfälle gemeldet worden.

Die SLRG arbeitet kontinuierlich daran, durch Präventionsarbeit und die Ausbildung von Rettungsschwimmern die Ertrinkungsfälle zu verhindern. Zwei Beispiele von Präventionsarbeiten im 2013 sind die Flusskampagne "Aare you safe" und die Übersetzung des Films "Lautloses Ertrinken" in Englisch. Im Oktober zeichnete die Lebensrettungs-Gesellschaft zwei Personen für die Rettung von Menschen aus der Aare und aus der Limmat aus.

«Aare you safe?»

Jeden Sommer verwandelt sich die Aare in ein riesiges Freiluftschwimmbad: Tausende von Bernerinnen und Bernern, von Auswärtigen sowie Touristinnen und Touristen lassen sich den Fluss hinuntertreiben und geniessen das kühle Nass. Leider ereignen sich immer wieder heikle Situationen und Ertrinkungsfälle. Deshalb lancierte die Stadt Bern im Sommer 2013 gemeinsam mit der SLRG und Bern Tourismus die Kampagne "Aare you safe?", um auf unkonventionelle Weise für die Gefahren in der Aare sensibilisieren.

«Drowning is quick and silent»

Kleine Kinder ertrinken lautlos. Fallen sie ins Wasser, geraten sie nicht in Panik und machen deshalb auch nicht auf sich aufmerksam. Das ist vielen Eltern und Betreuungspersonen nicht bewusst. Deshalb macht die SLRG mit dem kurzen, bewegenden Film «Lautloses Ertrinken» seit 2012 darauf aufmerksam. Der Film verzeichnet auf Youtube und auf der Projekt-Website www.das-wasser-und-ich.ch grosse Beachtung – er erhielt mehr als 100’000 Clicks. Bisher gab es den Film in Deutsch, Französisch und Italienisch. Seit August 2013 ist er auch in der englischen Fassung «Drowning is quick and silent» zu sehen.