45 Menschen ertranken 2012

Gemäss der Ertrinkungsstatistik der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG ertranken im Jahr 2012 in der Schweiz 45 Personen, davon 35 Männer, 6 Frauen und 4 Kinder. Das sind 5 Ertrinkungsopfer mehr als im Vorjahr. Die SLRG erinnert daran, dass Wasser trotz seiner Schönheit gefährlich sein kann, und engagiert sich schweizweit mit einer breiten Palette an Präventionsmassnahmen gegen das Ertrinken.

Im Jahr 2012 sind insgesamt 5 Personen mehr inder Schweiz ertrunken als im Vorjahr. Die Zahl von 45 liegt im Durchschnitt der letzten Jahre. 21 Personen starben in Flüssen, 16 in Seen, 6 beim Tauchen, 1 in einem Schwimmbad und 1 in einem privaten Swimming Pool.

Am meisten Ertrinkungsfälle ereigneten sich im Kanton Zürich (10) gefolgt von den Kantonen Bern (6), Genf (5) und Waadt (4). Drei Personen ertranken im Tessin. Je zwei Ertrinkungsfälle ereigneten sich in den Kantonen Aargau, Neuenburg, St. Gallen, Thurgau, Schwyz und Wallis. Und je eine Person ertrank in Baselland, Baselstadt, Graubünden, Obwalden und Solothurn. Aus den restlichen Kantonen sind der SLRG keine Ertrinkungsfälle gemeldet worden.

ertrinkungsfälle 2012

Die SLRG arbeitet kontinuierlich daran, durch Präventionsarbeit und die Ausbildung von Rettungsschwimmern die Ertrinkungsfälle zu verhindern. Mit der Kampagne «Das-Wasser-und-ich» sowie mit der aquamap.ch bietet die SLRG zwei nationale Präventionsprojekte in verschiedenen Altersbereichen an:

«Das Wasser und ich»
Speziell ausgebildete Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer besuchen Kindergärten in der ganzen Schweiz. Auf spielerische Weise haben sie bis jetzt insgesamt über 60'000 Kindern die wichtigsten Botschaften für die Sicherheit im und am Wasser vermittelt. Ein jetzt veröffentlichter, zweiminütiger Film «WaBo im Einsatz» zeigt auf dokumentarisch-kurzweilige Art, wie die Kleinen den herzigen Wassertropfen Pico und seine 10 Wasserbotschaften kennen lernen. Der Film und weitere Informationen zur Kampagne befinden sich auf www.das-wasser-und-ich.ch.

aquamap.ch
Die Online-Karte der Rettungsschwimmer hat zum Ziel, den Menschen in der Schweiz ihren Aufenthalt im und am Wasser planbar zu machen und Ertrinken zu verhindern. Das Projekt wurde 2011 lanciert. Aquamap.ch will möglichst das Wissen aller Partner aus den verschiedenen Sparten des Wassersports vereinen, um wichtige Präventions-Informationen möglichst umfassend zur Verfügung zu stellen. Aquamap.ch ist auch mobil als Gratis-App verfügbar und kann auf www.aquamap.ch eingesehen werden.